Papierformate:
Die DIN-Reihe

© Jürgen F. Schopp
Universität Tampere (Finnland)
2002 (2. Version; 1. Vers. 1998)
Bearbeitet: 4. 9. 2002

Bei der Normung der heutigen europäischen Papierformate wurde auf das seit altersher in Kunst und Architektur angewandte Diagonal-Dreieck zurückgegriffen. In diesem Dreieck ergibt die Diagonale des Quadrats über der halben Grundlinie die Höhe des Diagonal-Dreiecks. Halbe Grundlinie und Höhe weisen dann das Verhältnis 1 zu Wurzel aus 2 auf. Der deutsche Physiker Georg Christoph Lichtenberg bezeichnete bereits 1796 dieses Proportionalgesetz als das brauchbarste und schönste (vgl. Davidshofer/Zerbe 41961, 204). Der Vorteil bei der Anwendung dieses Proportionalgesetzes liegt darin, daß das nächstkleinere Format sich ohne Verlust durch Halbierung bzw. das nächst größere durch Verdopplung ableiten läßt. Beim Ausgangsformat DIN-A0 wurde diese Formel auf 1 m2 Papierfläche angewendet. Alle weiteren Formate wurden durch Halbierung davon abgeleitet. Die A-Reihe dient vor allem für Bogen-und Blattformate. Das Format DIN-A4 dürfte eines der am häufigsten benutzten Formate sein (Briefbogen, Bücher, Prospekte, Broschüren), für die meisten Drucker-Geräte ist es die Norm.

Die B-Reihe besteht aus Zusatzformaten, von denen besonders B5 (176 x 250 mm) ein beliebtes und brauchbares Buchformat ist.

Die C-Reihe umfaßt die Formate für passende Hüllen und Mappen zur A-Reihe.

Außerdem existiert eine seltener gebrauchte und hier nicht aufgeführte D-Reihe.

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